Über den großen Kaukasus geht es am Kasbegi vorbei nach Georgien. Der Grenzübertritt von Russland nach Georgien war erstaunlicherweise ohne längere Wartezeiten und Kontrollen. Alles easy!

Im großen Kaukasus verbringen wir noch einen wunderschönen Abend am Lagerfeuer und rösten uns Brot und Käse.

 

Am nächsten Morgen entdecken wir bizarre Schönheiten.

Kleiner Kaukasus

Unser nächstes Ziel ist der Kleine Kaukasus im Süden Georgiens, diesen Gebirgszug haben wir bei unserer ersten Georgienreise im Juni nicht besucht.

Durch einen bunten Herbstwald fahren wir bis zum Bordschomi-Charagauli-Nationalpark.

  

Dann geht es durch den Wald auf einem schmalen Weg den Pass hinauf. Immer wieder zeigen sich durch den dichten Mischwald tolle Aussichten.

 

Unser guter Bus schafft es im Schneckentempo auf steinigen Wegen bis zur Passspitze auf 2.300 m und wir sind überwältigt von dem herrlichen Gebirgspanorama.

Wir können bis zum großen Kaukasus schauen und sehen in Miniaturgröße den Elbrus und Kazbegi.

Bergfest

Natürlich haben wir ganz bewusst für diesen Tag dieses schöne Fleckchen Erde ausgesucht und das Wetter hat auch noch mitgespielt.

Auf den Tag genau, sind wir nun ein halbes Jahr auf Reisen und feiern hier oben unser Bergfest.

  

An dieser Stelle wollen wir allen virtuellen Reisebegleitern DANKESCHÖN sagen, für eure Kommentare und die zahlreichen Mails und Nachrichten, die uns durch schöne aber auch schwierige Zeiten begleitet haben.

Ein ganz besonderes und herzliches DANKESCHÖN gilt unseren Kindern und Alex! Sie kümmern sich in dieser Zeit ganz fürsorglich und liebevoll um unsere Eltern und Annes Bruder, ohne sie wäre diese lange Auszeit und Reise nicht möglich gewesen.

Familie ist wie ein Baum. Die Zweige mögen in unterschiedlicher Richtung wachsen, doch die Wurzeln halten alles zusammen.

Verfasser unbekannt

Die Nacht auf dem Pass wird nun zur Kältesten auf unserer Reise. Am Morgen zieren bei -6 Grad Eisblumen die Fensterscheiben. Nun aber ab in die Wärme…

Im kleinen Kaukasus besuchen wir an der Wegstrecke noch schöne alte Klöster und Kirchen.

 

Schwarzes Meer

Nach der anstrengenden Fahrt durch Russland, immer auf der „Flucht“ vor dem Winterfrost sind wir in der Stadt Batumi am Schwarzem Meer angekommen. Die Wettervorschau zeigt für die nächsten Tage 19 Grad und Sonne pur an, wir sind total happy!

Wir sind froh und dankbar so gut durch Sibirien gekommen zu sein, in Tomsk sehen nun die Temperaturen schon ganz anders aus…

Hafenstadt Batumi

Batumi hat uns mehr als überrascht. Schon allein die Skyline erinnert etwas an Las Vegas.

    

Beim Bummel durch die Stadt entdeckten wir typische Sowjetbauten neben schön restaurierten alten Gebäuden und neu errichteten Hochhäusern mit in der Sonne funkelnden Glasfassaden.

 

Ein Viertel wurde nach dem Stil Venedigs nachgebaut, es ist nur nach den Baustilen eine bunte und muntere Stadt.

Sehr interessant ist die Hafenpromenade und der mehr als 100 Jahre alte Boulevard an der Seeseite, der von dem französischen Botaniker Michael D`Alphonse  angelegt wurde.

Botanischer Garten Batumi

Besonders schön war aber eine drei stündige Wanderung durch den Botanischen Garten von Batumi.

Der Garten hat über 3.000 verschiedene Baumarten, größtenteils subtropische Kulturen. Mächtige Eukalyptusbäume, dichte Bambushaine, verschiedene Palmengewächse und jetzt schon blühende Kamelienbäume erfreuen unser Gärtnerherz.

    

Auch ein kleiner Rosenhang steht in voller Blüte und an jeder Rosenblüte müssen wir mal schnuppern, wollen den Spätsommer ein wenig festhalten.

Vor zwei Wochen fuhren wir noch durch dichtes Schneetreiben, hier ernten wir nun Mandarinen und Kakifrüchte. Auch die Bananen haben zur Blüte angesetzt und tragen schon kleine Früchte.

 

Am Schwarzem Meer haben wir einen schönen Platz gefunden, Zeit für eine Pause zum Schreiben, Wäsche waschen, Lesen und Entspannen bevor wir durch das Hochgebirge der Türkei fahren, wo wir eventuell noch einmal mit Schnee und Kälte rechnen müssen.