Ganz unkompliziert verlief dagegen die Einreise in die Mongolei. Nach einer Stunde „Papierkram und stempeln“ war alles erledigt.

Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir durch die südliche Gobi Richtung Ulan Bator.

In der ersten Nacht in der Mongolei vielen die Temperaturen auf -3 Grad und am Morgen klitzerte das Grasland weiß in der Sonne. Ein kleiner Vorgeschmack, auf das, was uns in Sibirien erwartet.

 

Unter großer Anspannung fahren wir nach Ulan Bator. Um durch Russland fahren zu können, brauchen wir ein Visa. In der russischen Botschaft in Laos bekamen wir kein Langzeitvisa, denn dieses kann man nur von Deutschland aus beantragen.

Wir hatten zum Glück noch alle Formulare zur Beantragung auf dem Laptop, druckten und füllten diese aus und gaben sie mit unseren Zweitpässen Laura mit nach Deutschland. Sie schickte alles an eine Agentur. Nun hoffen wir sehr, dass die Agentur die Visa schnell besorgen kann und uns die Pässe postlagernd nach Ulan Bator zurück schickt. Ansonsten heißt es wieder warten, warten…

Welch ein Glück! In der DHL-Station in Ulan Bator ist der Brief vor einem Tag angekommen und wir nehmen in freudig entgegen. Uns fällt wahrlich ein Stein vom Herzen.

Mitten in der Stadt haben wir dann nach 30.000 km den ersten Reifenschaden. Das Rad muss gewechselt werden, eigentlich kein Problem. Im dichten Verkehr  finden wir nach einigen Suchen einen etwas schrägen Parkplatz, doch beim Wechseln der Reifen versagt der sonst so verlässliche Wagenheber. Nach zwei Stunden ist dann endlich, mehr mit Muskel- als mit mechanischer Kraft:)und mit vereinten Kräften und anderen Hilfsmitteln, das neue Rad montiert.

Noch am gleichen Tag fahren wir von Ulan Bator in den Norden, denn die Wetterkarte verspricht keine gute Wetterlage für Sibirien.

An den Nordseiten der Berge um Ulan Bator liegt noch der erste Schnee der letzten Tage, doch wir haben Glück und fahren wieder bei Sonnenschein durch den schönen Norden der Mongolei.