Anfang August stehen wir nun vor dem Grenzübergang zur Mongolei. Wir benutzen den Grenzübergang ganz im Westen zur Mongolei, zwischen Tashanta und Ölgii. Einen zweiten Grenzübergang gibt es nur noch im Norden am Baikalsee, doch wollen wir die Mongolei ganz von West nach Ost durchfahren. Wir sind voller Neugierde auf das große Land und ganz gespannt darauf, was uns dort erwartet. Doch zuerst müssen wir uns in großer Geduld üben. Allein die Ausreise aus Russland dauert 6 Stunden, obwohl nur ca. 50 Fahrzeuge vor uns stehen. Dann fahren wir 15 km durchs Niemandsland. Vor der Grenze zur Mongolei  erwartet uns wieder eine lange Fahrzeugschlange. Die Einreise in die Mongolei dauert nochmals 5 Stunden. In der Warteschlange treffen wir wieder auf Max, unseren Motorradfreund aus Österreich. Mit Kaffeetrinken und Reiseroutenaustausch füllen wir gemeinsam die Wartezeit aus.

Von West nach Ost

Als wir dann endlich kurz vor Sonnenuntergang in der Mongolei sind, eröffnet sich vor uns eine unendliche Weite. Überall grünes Hügelland, vereinzelt stehen weiße Jurten, die in der Abendsonne wie kleine weiße Champions auf dem weiten grünen Land leuchten. Die Hirten treiben auf ihren Pferden gerade die großen Herden von Schafen, Ziegen, Kühen und Pferden zusammen. Querfeldein fahren wir auf einen Hügel. Wir stehen auf einer Höhe von 2.400 m und genießen eine herrliche Sicht über das Land und einen romantischen Sonnenuntergang.

 

In die Zentralmongolei und zur Hauptstadt des Landes Ulan Bator führen nur zwei Routen, die Nord- und Südroute. Die Südroute soll die bisher am besten ausgebaute Strecke sein und führt durch Teile der Wüste Gobi und viel Steppen- und Grasland. Jedoch sind Teile der Strecke noch nicht asphaltiert und wir sind sehr gespannt, ob wir die Pisten auch ohne Allrad schaffen. Bis nach Ulan Bator sind es ca. 1.600 km.

Tolbo See

Doch zuerst fahren wir zu einem kleinen See zwischen Ölgii und Khovd. Hier machen wir einen Tag Pause um unsere Wäsche zu waschen und vor allem dem Bus von innen zu reinigen. In allen Ritzen und Ecken liegt der Staub und Wüstensand der letzten Pisten und wir legen einen Haushalt- und Putztag ein.

Am Horizont sehen wir die schneebedeckten 4.000’er des Altai-Gebirges, die noch weit in den Westen der Mongolei hineinreichen.

  

Rund um den See weiden Yaks, die Wiesen werden von kleinen Bächen durchzogen. Am Horizont noch hohe teilweise schneebedeckte Berge, eine friedvolle unberührte Landschaft. Wir genießen die absolute Stille. In der Nacht sind wir beeindruckt vom unendlichen Sternenhimmel und der hellen Milchstraße.

Wir fahren nach Khovd, eine erste größere Siedlung. Am Ortsrand sind viele kleine Häuschen und Jurten, eingezäunt mit dichten Bretterzäunen, die vor dem Wind schützen. In der Ortschaft gibt es viele Gebäude in heruntergekommenen Zustand. Vieles erinnert an die Besetzung der Sowjetmacht. Die Nebenstraßen sind nicht befestigt, alles macht einen sehr ungepflegten Eindruck.

Wir fahren immer südlicher entlang der Ausläufer der Wüste Gobi auf einer neuen Asphaltstraße durch eine weites Steppen- und Grasland. Wir haben Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad, doch die Sonne ist sehr intensiv. In der Steppe blühen viele kleine Kissenastern und schöne Gräser. Mittendrin immer wieder Sumpflandschaften, Salzseen, Steinwüsten oder schöne Felsformationen.

Was so grün aussieht ist nicht immer Gras. vor allem auf den Hochebenen wachsen viele Kräuter und auch Lauch und Christian wird seit Tagen von einem heftigen Heuschnupfen geplagt.

Gobi Altaj und Bayankhongor

Nach 800 km sind wir in Altai, eine größere Siedlung am Rande der Gobi Altaj im Süden der Mongolei. Hier wollen wir etwas Gemüse und Wasser kaufen. Im Ort entdecken wir statt Magazin-Lädchen einen großen Black-Market, zusammengestellt aus 100ten China-Schiffscontainern. Verkauft wird hier ALLES, vom Motorrad über Werkzeug, Jurten, Bekleidung und Lebensmitteln wie Mehl und Reis, die in Zentnersäcken verkauft werden. Wir kaufen nur Wasser und Äpfel, Gemüse finden wir leider keins.

Kurz hinter Altai endet die Asphaltstraße und ab nun fahren wir im 20km/h „Tempo“ querfeldein über Waschbrett- und Staubpisten. Was wir nicht wissen, bis zur nächsten Asphaltstraße sind es 400 km….

Welche Piste man wählt, bleibt Jedem selbst überlassen, denn Wegweiser sehen wir keine… nur eine Geschwindigkeitsorientierung 🙂 🙂 Aber egal, alle Wege führen gen Osten und das ist ja unser Ziel. Wir orientieren uns an anderen Fahrzeugen, doch die meisten haben Allrad und sind schnell hinter dem nächsten Hügel verschwunden.

Die Landschaft wechselt ständig zwischen Steppe, Steinwüste und Hügelland. Die Natur ist wunderschön und wir machen viele tolle Aufnahmen.

Dennoch können wir alles nicht so richtig genießen. Die Pisten, vor allem durch die Steinwüsten sind sehr anstrengend zu befahren, ständig muss man hochkonzentriert sein, um nicht in ein Loch zu fahren oder auf Steinen aufzusitzen. Wir befürchten, dass der Bus Schaden nimmt und stehen unter ziemlicher Anspannung. Hinzu kommt, dass wir nicht wissen, wie viele Kilometer dieser Piste noch vor uns liegen und das langsame Vorwärtskommen ist sehr nervig.

Eine kleine erfreuliche Abwechslung bieten da die vielen großen Kamelherden. Wir beobachten die Tiere und sind erstaunt über die eigenartigen Geräusche, die die Kamele von sich geben.

Wir sind nun im Süden der Zentralmongolei ca. 600 km westlich von Ulan Bator. Das Gebiet ist dünn besiedelt, in der großen Mongolei leben nur 3 Millionen Menschen und davon allein ca. eine Millionen in und um Ulan Bator.

Auf Hügelspitzen sehen wir nun oft Steinhaufen mit blauen Stofftüchern und kleinen Geschenken, oft auch Geldscheinen. Es sind Ovoos. An denen gedenkt man der Geister und durch das Auflegen von Steinen oder Opfergaben bittet man sie um ihr Wohlwollen.

Die Mehrheit der Einwohner in der Mongolei sind Buddhisten. Fast in jeder kleinen Siedlung sehen wir Tempel und Stupas.

Karakorum

Wir fahren nun nach Karakorum, der antiken Hautstadt der Mongolei. Hier lebte Dschingis Khan und schmiedete seine Pläne. Von diesem bedeutsamen Ort an der Seidenstraße wurde einst das gewaltige mongolische Imperium regiert.

An den Überresten der Stadt Karakorum wurde im 16. Jahrhundert das erste buddhistische Kloster der Mongolei gegründet. Erdene Dsuu bestand einmal aus 62 Tempeln in denen 10.000 buddhistische Lamas lebten. Durch den Einfluss der Sowjetunion und unter der Herrschaft Stalins wurde das Kloster fast völlig vernichtet. Von der Anlage sind nur noch die Außenmauern mit den 100 Stupas und 4 sehr schöne, reich verzierte Tempel erhalten.

Orchon Valley

Eigentlich wollen wir nun in einen Nationalpark weiterfahren, doch beobachten wir am Nachmittag reges Treiben im angrenzenden Orchon Valley (Kulturlandschaft und UNESCO Welterbe)

Eifrig werden in einem Kreis Zelte und Stühle aufgebaut.

In der weiten Steppe treffen immer mehr Rennpferde mit ihren sehr jungen Reitern ein. Wir schauen und beobachten gemeinsam mit vielen mongolischen Familien, die nach und nach sehr festlich gekleidet eintreffen. Dann beginnt das große Rennen, viele Kilometer geht es über das weite Tal.

      

Die Wartezeit bis zur Preiskrönung des schnellsten Pferdes wird mit Ringschaukämpfen verkürzt. Dazwischen wird kostenlos gegorene Pferdemilch in Porzellanschalen gereicht. Auch wir nippen daran… probieren dann aber lieber die mit Hammelfleisch gefüllten Teigtaschen Chuuschuur, die uns besser schmecken.

  

Es herrscht auf dem ganzen Gelände eine fröhliche Feststimmung und wir freuen uns sehr, einen kleinen Einblick in die mongolische Kultur bekommen zu haben.

Am Abend stehen wir mit Blick auf das Orchon Valley auf einem Hügel und erleben einen tollen Sonnenuntergang.

 

Nationalpark Khangai Nuruu

Wir wollen einen kurzen Abstecher zum nur 70 km entfernten Orchon Wasserfall im Khangai Nuruu Nationalpark  machen. Der Wasserfall geht 16 m in die Tiefe und ist 5 m breit und ein beliebtes Ausflugsziel in der Mongolei. Kurz hinter Khujirt endet mal wieder die Asphaltstraße und wir folgen eine der vielen Fahrspuren über das Hügelland. Es ist später Vormittag, vor uns liegen nur noch 50 km.

Von der Hügelkette aus sehen wir schon mehrere Wasserläufe, die sich durch das Tal schlängeln. Bei der ersten Wasserdurchfahrt treffen wir Katrin und Angelika aus Halle, die sich gerade fragen, ob sie die Durchfahrt wagen oder nicht. Wir freuen uns sehr, endlich mal Leute aus der Heimat zu treffen und tauschen bei Melone und Kaffee unsere Reiseerlebnisse aus. Leider wird den Mädels die Pistenfahrt etwas zu abenteuerlich und sie fahren zurück. Schade! Doch für diesen Entschluss sollten wir sie noch beneiden….

Die Piste wird immer schlechter, große Matschlöcher und Steinpisten wechseln sich ab. Wir versuchen einem Jeep zu folgen, doch leider sind die alle viel wendiger und schnell verschwunden. Wir fahren so vorsichtig wie möglich, nun sind es ja laut Karte nur noch 10 km.

Plötzlich klappert es vorne rechts ziemlich laut. Ein Blick unter das Fahrgestell verrät uns die Herkunft der Geräusches. Das Lager vom Stabilisator ist ausgeschlagen. Weit und breit kein Mensch, keine Jurte einfach nix, dafür ein aufziehendes Gewitter. Da hilft es nur, selbst Hand anzulegen. Wir finden zum Glück genügend Holz und Steine zum Unterlegen für den Wagenheber, denn die Wiese ist sumpfig. Gemeinsam schaffen wir, was wir schaffen müssen, die gerissene Gummimuffe können wir auswechseln und mit viel Kraft den Stabi ins Lager zurück drücken. Wir freuen uns über unseren gemeinsamen Erfolg, verstauen schnell das Werkzeug und dann beginnt es auch schon zu gießen.

Wir warten das Unwetter ab und werden nach getaner Arbeit mit einem schönen Regenbogen belohnt.

Orchon Khürkhree Wasserfall

Bei Sonnenuntergang sind wir am Wasserfall, doch Wolken und Sturm lassen uns nicht lange dort verweilen. Wir beschließen uns einen Platz zum Schlafen zu suchen und am nächsten Morgen den Wasserfall zu genießen. Am Morgen spazieren wir bei herrlicher Sonne zum Wasserfall und laufen den Fluss entlang.

Der Rückweg war natürlich nicht einfacher, wir haben uns mehrmals im Stein- Labyrinth verirrt und standen hilflos vor riesigen Matschlöchern und großen Steinen und Felsen. Als wir wieder festen Boden unter den Rädern hatten, stand für uns fest, dass wir Ausflüge über solche Pisten in Zukunft meiden.

Nationalpark Terchiin Tsagaan Nuur

Bevor wir in diesen Nationalpark vordringen, recherchiere ich fleißig im Internet (das wir hier nur in größeren Siedlungen haben), wie die Straßenverhältnisse dahin sind. Eine Asphaltstraße führt bis zum See, nur die Nordseite am See und zum Vulkan hat Piste. Also fahren wir in den Nationalpark mit einem kleinen See in 2.000 m Höhe. Das Gebiet ist über 700 Quadratkilometer groß. Wir fahren durch eine wunderschöne Landschaft, die uns etwas an die Schweiz erinnert. Ein großer Fluss hat einen tiefen Canyon ins Tal geschnitten.

Mittags genießen wir die klare Luft und die Sonne am See.

Am Nachmittag ändert sich die Wetterlage, ganz unverhofft  stürmt und regnet es. Zum Glück können wir es uns im Bus bei einem heißen Tee gemütlich machen. Am Abend sind nur noch 7 Grad und wir kuscheln uns in unsere Schlafsäcke. Am nächsten morgen zeigt das Thermometer nur noch 2 Grad, der Wind stürmt um den Bus doch die Sonne scheint.

Gegen Mittag brechen wir zu einer Wanderung auf einen Berg auf. Querfeldein geht es durch einen schönen Lärchenwald hinauf zum Gipfel. Auf den Wiesen blühen manchmal über ganze Flächen Edelweiß, Steinnelken und vereinzelt noch Eisenhut. Im Wald wachsen sehr viele Pilze.

 

Am See gibt es auch einen Vulkan, der bei seinem Ausbruch vor mehr als 7.000 Jahren den Fluss angestaut hat und damit den Tsagaan Nuur See geschaffen hat. Auch auf seinem hinterlassenen Lavafeld wachsen Lärchen und die Landschaft sieht sehr bizarr aus.

Wir finden einen schönen Platz an einem Fluss. Wenn man hier so weilt, glaubt man nicht, dass man in der Mongolei ist.

Wir bekommen mal wieder Besuch. Gemeinsam trinken wir ein Bierchen und der Hirte stellt uns seine Ziegenherde vor.

In der Mongolei gibt es viele Flüsse und Bäche, trotzdem ist für uns das Nachtanken von Trinkwasser oft schwierig. Die natürlichen Wasserläufe sind durch die intensive Viehwirtschaft häufig belastet. Wir tanken das Wasser in den Dörfern an einem Wasserhaus auf. Jedes Dorf hat einen Brunnen oder ein Wasserhaus, wo wir gegen einen kleinen Geldbetrag frisches und sauberes Trinkwasser bekommen. Hier sieht man das Wassertanken an der „Wasserzapfsäule“. Am Wasserhaus ist immer viel Trubel, denn jeder holt sich hier sein Trinkwasser, einen Wasseranschluss in den kleinen Häuschen und Jurten gibt es nicht.

 

Unser nächstes Ziel wird nun Ulan Bator, die Hauptstadt der Mongolei sein.

Auf dem Weg nach Ulan Bator kommen wir an der Wanderdüne Elsen Tasarkhai vorbei. Etwas abseits von Souvenirständen und Kamelreitangeboten wandern wir über die Dünen und feiern Geburtstag.

Ulan Bator oder Ulaanbaatar

Um den üblichen Großstadtstau zu entgehen, fahren wir an einem Sonntag und sehr früh am Morgen in die Stadt. In der Stadt lebt die Hälfte der Gesamtbevölkerung der Mongolei, ca. 1,5 Mill. Menschen. Am Stadtrand sehen wir die typischen, mit hohen Bretterzäunen abgegrenzten, kleinen Grundstücke mit Jurte oder Haus. Auch hier sind die Nebenstraßen nicht befestigt, überall große Schlammpfützen und viel Müll am Straßenrand. Dann folgen kilometerlang kleine und größere meist Gewerbebetriebe und andere Industrieanlagen. Nach 10 km auf der Peace-Avenue sind wir im Zentrum der Stadt, man erkennt es an den wenigen modernen Hochhäusern und dem zentralen Süchbaatar-Platz.

Eingerahmt wird der etwas sehr großzügige Platz vom Parlamentsgebäude, der Hauptpost, der Oper, dem Rathaus, Hotels und Restaurants. Mitten auf dem Platz eine große Dschingis Khan Statue.

Wir schlendern ein Stündchen durch das kleine Zentrum und besichtigen danach den Winterpalast des Bogd Khan. Das Museum ist wunderschön, hier amtierte als höchste religiöse Instanz des Buddhismus von 1911 bis 1924 Bodg Khan. In der gut erhaltenen Anlage befinden sich 6 Tempel und der Winterpalast.

Danach besuchen wir aus Neugierde und weil wir ein Autoersatzteil brauchen, den größten Black Market in der Mongolei, direkt in Ulan Bator. Im Stadtzentrum haben wir nur wenige Menschen gesehen, jetzt wissen wir , warum 🙂 …

Schon vor dem Markt stehen wir eine halbe Stunde im Stau, da drinnen wimmelt es von Menschen, wie in einem Ameisenhaufen. An Ständen, in Hallen, aus Schiffscontainern heraus wird alles verkauft, was man sich vorstellen kann. Es wird gehandelt und gefeilscht, gedrängelt und geschupst.

Am späten Nachmittag haben wir genug gesehen von der Stadt, die uns nicht sonderlich gefallen hat. Wir sind froh, noch einen großen Supermarkt zu finden, indem wir seit langer Zeit mal wieder Obst, Gemüse und andere Frischwaren kaufen können. Edeka scheint einen guten Handel mit der Mongolei zu pflegen, denn hier finden wir sehr zahlreich deutsche Produkte.

Auf dem Land wird kaum Fleisch, Wurst, Käse oder ähnliches angeboten, denn die mongolischen Viehhirten und Nomaden versorgen sich diesbezüglich selbst. Am Straßenrand stehen oft Kinder, die frische Stutenmilch verkaufen.

In den kleinen Lädchen (Magazin)in den Siedlungen werden größtenteils nur Dauerwaren wie Kekse, Unmengen von Süßigkeiten, Konserven und vor allem Schnaps angeboten.

Gorkhi Terelj Nationalpark

Nur cirka 100 km östlich von Ulan Bator befindet sich der Terelj Nationalpark. Der Park ist nur über eine Straße zugänglich, von dieser wiederum kleine (holprige) Pisten über Stock und Stein und durchs Wasser abgehen. Der Nationalpark ist wunderschön, er erinnert uns an die Schweiz, nur ist hier alles viel weiter… die Fotos sprechen für sich…

Wir gehen wandern, lassen die Seele baumeln und genießen dieses wunderschöne Fleckchen Erde. Überall blühen Astern, Edelweiß, Glockenblumen und Rittersporn.

 

Leider gibt es hier sehr, sehr viele Ger Camps (Jurtenunterkünfte für Touristen), die wie Pilze aus der Erde sprießen und die in der schönen Natur stören. Teilweise wurden die Anlagen vor längerer Zeit angefangen zu bauen und stehen dann halbverfallen in Mitten des Nationalparks.

Vom Nationalpark aus fahren wir zum größten Reiterstandbild der Welt. Natürlich zeigt es Dschingis Khan, den ersten Großkhan der Mongolei. Die Statue ist 30 m hoch und steht auf einem 10 m hohem Gebäude mit 36 Säulen. Über eine Treppe im Inneren der Statue kann man bis zu einer Aussichtsplattform auf den Kopf des Pferdes gehen und hat eine gute Sicht über das weite Land. Der Bau der Anlage soll ca. 40 Mill. US$ gekostet haben und ist nur in Teilen fertig.

Danach zieht es uns wieder zurück in den schönen Nationalpark. Wir wollen noch etwas die herrliche Natur und die Ruhe genießen, bevor wir nach China einreisen..