Über den Meghripass in 2.535 m Höhe fahren wir in Richtung Iran ein. Aufgeregt und etwas nervös nähern wir uns der Grenze, denn unsere Grenzübergänge waren meistens aufreibend. Der Grenzübergang war äußerst gewöhnungsbedürftig. Er bestand größtenteils aus Wellblechhäuschen und manuell bedienbarer Schranken. Wir suchten nach Beamten und irgendwann winkte uns mal jemand zu sich, der dann unsere Pässe abstempelte. Auch die russischen Grenzbeamten mischen dort mit. Die Formalitäten auf iranischer Seite waren nach mehreren Fragen seitens der Beamten schnell erledigt. Auf iranischer Seite wurden wir gleich von mehreren sprachgewandten Schleppern empfangen, die sich nur schwer abwimmeln ließen. Trotz alledem war der Grenzübergang relativ entspannt, nach 2,5 Stunden waren wir nun im Iran. Wir sind neugierig und gespannt auf den Orient.

  

Mit dem Länderwechsel änderte sich auch das landschaftliche Bild, gelbe und braune Farbtöne prägen von nun die Ansicht, es ist trocken und es weht beständig ein heißer Fönwind. Ab nun schwitzt Anne, denn sie muss Kopftuch, lange Hose und ein knielanges Oberteil tragen. Diese Umstellung ist eine Herausforderung nach 8 Wochen im Sommerkleid und kurzen Hosen.

Unser erstes Ziel war die 250 km entfernte Stadt Tabriz. Hier wechselten wir 100 US$ in die Landeswährung Rial, denn unsere internationalen Bankkarten werden im Iran nicht akzeptiert. Ab nun waren wir Millionäre :), denn für 100 US$ gibt es 7 Millionen Rial. Ab sofort ist Kopfrechnen wieder angesagt! Dazu kommt, dass die Preise nicht in Rial, sondern in Tuman ausgeschildert sind und ein nochmaliges Umrechnen erfordert.

Anschließend schlenderten wir durch den alten überdachten, schattigen Basar, einer der größten und stimmungsvollsten Basare in ganz Iran und glattweg verliefen wir uns.

Immer wieder werden wir mit Welcome und Hello begrüßt und wir sind überwältigt von der Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit der so freundlichen Iraner. In einem Park finden wir einen Übernachtungsplatz und sind nicht wenig überrascht davon, dass in dem sehr gepflegten Stadtpark schon viele Zelte von iranischen Familien stehen, die hier picknicken und dann gleich übernachten. Auch hier werden wir von freundlich Iranern angesprochen. Sie fragen als erstes, woher wir kommen und laden uns dann gleich zum Tee ein.

An diesem Abend beschließen wir, die Sache mit dem Turkmenistanvisa, welches für eine Weiterreise zwingend nötig ist und von unserer Visa-Agentur in Frankfurt immer noch nicht besorgt wurde, selbst in die Hand zu nehmen. Das heißt, wir werden am folgenden Tag Anträge ausdrucken und ausfüllen, Pässe kopieren, Motivationsschreiben verfassen, um dann nonstop 600 km nach Teheran zu fahren, um alles bei der Botschaft von Turkmenistan einzureichen.

TEHERAN

In Tabriz tanken wir 65 Liter Diesel für umgerechnet 7 €, also 12 Cent der Liter, das lässt die Reisekasse aufatmen.

Wir fahren fast 600 km durch eine trockene, steppenartige Landschaft und erreichen am Abend Teheran. Auf dem Highway wird immer wieder fröhlich gehupt und gewunken, sogar eine kupferne Teetasse wir uns im Stau vor Teheran aus dem Autofenster heraus geschenkt.

Obwohl wir schon in vielen Ländern unterwegs waren, haben wir noch nie solche chaotischen Verkehrsverhältnisse erlebt. Es wird links und rechts überholt, Verkehrsspuren werden ignoriert, es wird gehupt, ausgebremst und gern gerast. Ampeln, wenn es sie denn gibt, werden völlig ignoriert. Müde, geschafft und verschwitzt erreichen wir heilfroh einen Park, indem wir übernachten und uns von der Fahrt erholen wollen.

Beim rückwärts Einparken im Wald voller Bäume, erwischt Christian den einzigen Betonmasten weit und breit, er stand wohl im toten Winkel. Die Anspannung von der langen Fahrt war abgefallen und damit wohl auch die Konzentration. Jetzt haben wir einen TEHERANKNICK und ein Mitbringsel.

Nun wollten wir eigentlich nur noch schlafen, doch je weiter es auf Mitternacht zuging, um so lauter und belebter wurde es. Jugendliche mit Mopeds und Autos machten lauthals ihren Musikstil (von Iranrapper bis HipHop) kund, rauchten Shisha, Familien machten Picknick (überall, am Straßenrand und im Kreisverkehr) Kinder sausten mit Roller und Rad durch den Park, die Stadt begann zu leben.

In der Annahme, einen ruhigeren Platz zu finden, fuhren wir mitten in der Nacht zum nächsten Park am Stadtrand von Teheran, doch dieser war nicht weniger belebt, sondern voller Autos und Menschen. Egal,wir vielen wie Steine in unsere Schlafsäcke und in einen sehr tiefen Schlaf und waren am nächsten Morgen völlig überrascht, alleine auf dem riesigen Parkplatz am Park zu stehen, bewacht von einem gerade auch munter gewordenen Parkwächter, der uns fröhlich zuwinkte.

Die Parkanlagen sind im ganzen Iran ein hohes Gut, sie werden gepflegt und bewässert. Hier gibt es Toiletten und Wasser und die Iraner verbringen gern ihre Freizeit in den grünen Parkanlagen mit ausgiebigen Picknick und zelten. Zwischen den Städten fährt man oft viele Kilometer durch Gebirge, Wüste, Steppe, es ist alles trocken und gelb, zumindest ab den Sommermonaten und man findet keine Gelegenheit im Schatten mal eine Pause einzulegen.

  

Obwohl die Botschaft von Turkmenistan im gleichen Stadtgebiet war, brauchten wir 40min, um uns durch den dichten chaotischen morgendlichen Verkehr zu wühlen. Wir erledigten alle Formalitäten und mussten erfahren, dass die Bearbeitung mindestens 10 Tage dauert und wir frühestens Mitte Juli einreisen können…eigentlich wollten wir da schon in Usbekistan sein. Doch wir versuchen es und sind nun sehr gespannt, ob wir am 8.7. eine Einreisegenehmigung für Mitte Juli bekommen. Ansonsten heißt es für uns, den Rückwärtsgang einzulegen und über Armenien und Georgien nach Russland einzureisen und die Nordroute zu fahren.

DER SUPERGAU – Was passieren kann, wenn man kein Farsi (persisch) spricht und Englisch nicht verstanden wird

Frohgelaunt alles geschafft zu haben und vor allem ohne Schaden den chaotischen Verkehr entkommen zu sein, lassen wir gegen Mittag unseren Bus außerhalb von Teheran betanken. Nach mehrmaligen Nachfragen beim Tankwart, ob es auch wirklich eine Dieselzapfsäule ist…lassen wir volltanken. Wir fahren Richtung Esfahan, unser nächstes Ziel. Nach ca. 2.000 Metern fängt der Motor an zu stottern und hat keine Leistung mehr. Sofort halten wir an und wissen, was los ist. Der Bus wurde mit Benzin betankt. Das war der Supergau! Es ist unglaublich heiß und staubig und es herrscht ein starker Straßenverkehr. Wir stehen am Randstreifen der Autobahn, was sollen wir nun tun? Zum Glück hält hinter uns ein junger Mann und telefoniert auf dem Standstreifen der Autobahn. Wir sprechen ihn an und erfreulicherweise spricht er sehr gut Englisch, er will eine Autowerkstatt anrufen. Plötzlich hält ein älterer Iraner mit einem noch älterem Auto an. Er ist Automechaniker, spricht nur Farsi und verständigt sich mit dem jungen Mann, was hier los ist. Er fängt sofort an, auf den heißen Asphalt das Benzin aus dem Tank abzulassen. Wir haben Angst, dass uns das Auto abbrennt, deshalb bitten wir den jungen Mann uns in eine Autowerkstatt abschleppen zu lassen.

  

Jedoch besteht der sehr hilfsbereite Mechaniker darauf, dass der Schaden in seiner Werkstatt behoben wird und hält kurzerhand einen Pikup an, der uns dann in einer abenteuerlichen Fahrt durch den endlos strömenden, mehrspurigen Verkehr auf der Autobahn in eine Werkstatt, irgendwo auf dem Land bringt. Eskortiert werden wir von dem vor uns fahrenden Mechaniker und dem jungen Mann, der uns den Rücken im wirren Verkehr frei hält. Die Werkstatt ist ein großer staubiger Platz, auf dem drei Betonmischerfahrzeuge stehen an dem drei Mechaniker werkeln. Der Bus wird über eine Grube geschoben. Was nun folgt, ist die pragmatischste Autoreparatur, die wir je erlebt haben. Mit einem Gartenschlauch, den die Männer mit dem Mund ansaugen! wird der gesamte Dieseltank entleert und anschließend mit Druckluft aus einem Betonmischer trocken geblasen. Die Dieselpumpe und der Tank werden dann mit Diesel aus einem Baufahrzeug gespült. Nach ca. 5 Stunden montieren und reparieren, hören wir ein herrliches Geräusch, der Motor läuft wieder:) Was für ein Aufatmen unsererseits.

Manchmal tat es weh hinzugucken, wie mit Hammer und Schraubenschlüssel hantiert wurde – aber der Motor läuft wieder! Alle haben sich sehr herzlich um uns gekümmert und immer wieder zu verstehen gegeben, dass sie den Motor wieder flott bekommen und wir uns nicht Sorgen sollen. Selbst ein sehr leckeres Mittagessen wurde für uns herangeschafft. Der junge Mann, von dem wir leider keinen Namen wissen, hat die ganze Zeit gedolmetscht und ist erst, nachdem der Bus wieder startklar war, weggefahren. Hier noch mal allen Mechanikern ein herzliches DANKESCHÖN! Anne lässt auf eine Karte in Farsi schreiben, das wir nur Diesel tanken können…, diese Karte kommt nun ins Handschuhfach!

Damit wirklich alles klar geht, werden wir noch von einem Mechaniker über zig Autobahnkreuze zu einer Dieseltankstelle gebracht. Leider war der Diesel ausverkauft. Kurzerhand spricht unser Helfer einen LKW-Fahrer an, ob er uns Diesel aus seinem Tank gibt. Auch hier wieder der Einsatz von Gartenschlauch und Mund – und wir bekommen den Tank bis zum Rand gefüllt. Bezahlen dürfen wir nicht – die einzige Gegenleistung sind Fotos mit uns vor seinem Mercedes Benz, Baujahr 1983, auf den er sehr stolz ist. Im übrigen fahren noch sehr viele Mercedes Benz LKW’s, die sogenannten Rundhauber zuverlässig im Iran.

Nach diesen ganzen Wirren, fahren wir am späten Nachmittag kurzentschlossen in die nächstgelegene Stadt Kashan, um dort im Park zu übernachten und uns zu waschen und vor allem, dass Erlebte zu verdauen. Bei untergehender Sonne besichtigen wir die alte Moschee, das Badhaus und die Rosendestellerie.

 

WÜSTENTRIPP

Wir versuchen es erneut Richtung Esfahan. Da entdeckt Anne einen kleinen Abzweig in Richtung der Wüste Kavir. Genügend Wasser und Diesel haben wir an Bord, also wagen wir ein neues Abenteuer. Auf einem festgefahrenen Sandweg nähern wir uns den ersten Dünen. Wir wandern auf den Dünen und genießen die herrliche weite Sicht in die Wüste. In der Ferne sehen wir Kamele. Ein Bild wie im Bilderbuch. Der Sand ist noch kühl, denn es ist noch früher Morgen.

Wir wollen versuchen, bis zum Salzsee zu kommen und fahren mit dem Bus auf festgefahrener Piste, weiter in die Wüste hinein. Wir kommen an leeren Unterkünften von Kamelen vorbei, die teilweise tief in den Sand gebaut sind. Dort liegen zahlreiche große Knochen von verendeten Tieren im nun heißen Wüstensand. Ein gespenstisches Bild. Wir fahren weiter, nach 20km Fahrt auf Sandpiste passiert es. Auf einer Anhöhe hat der Wüstenwind genügend Sand zusammengetragen, um darin regelrecht zu versanden. Unser Bus buddelt sich tief in den Sand. Doch Christian hat vorgesorgt. Wir holen Schaufel und Sandbleche vom Dach und schaufeln uns regelrecht frei. Der Schweiß fließt schneller als wir trinken können. Es sind laut Handy-Thermometer schon über 35 Grad. Endlich können wir uns frei fahren. Wir müssen feststellen, dass der Weg zum Salzsee für unseren Bus ohne Allrad nicht zu meistern ist. Wir wollen uns nicht nochmals festfahren. Dennoch versanden wir auf dem Rückweg abermals. Nun geht uns langsam die Puste aus. Es ist schon Nachmittag, die Sonne steht über uns und es ist unerträglich heiß. Aber wir müssen es ja schaffen und tun es auch.

 

Wir werfen noch einmal einen Blick zurück in die Wüste, bestaunen die Dünen und den stellenweise mit Salz marmorierten Sand und sind froh, der heißen Wüste entkommen zu sein und uns nun einen Schattenplatz suchen zu können. In der nächsten Ortschaft finden wir einen Park und etwas Schatten unter jungen Bäumen. Wir können uns waschen und den Bus von innen und außen vom Wüstensand, der in jeder Ritze hängt, befreien. Inzwischen ist später Nachmittag, 5 Liter Wasser haben wir heute leer gesüffelt. In dem Ort entdecken wir noch eine Karawanserei, die jetzt als Hotel dient. Wir stellen uns vor, wie vor mehreren hundert Jahren die Karawanen bei Hitze und Staub hier Unterschlupf gefunden haben und sind froh, dass unser Bus ein paar Kamelstärken:) mehr hat.

YAZD –die Wüstenstadt

Auf der alten Route nach Yazd entdecken wir noch mehrere alte Karawansereien. Neugierig schauen wir in eine schon fast Verfallene. Darin sind Kamele untergebracht, die gerade von einem älteren Herrn versorgt werden. Er zeigt uns auch die etwas besser erhaltene Karawanserei gleich nebenan. In den großen Eckräumen stehen noch alte Öfen, denn im Winter wird es hier empfindlich kalt. Der Herr gibt uns kühles Wasser und wir verabschieden uns dankend.

Am Stadteingang von Yazd werden wir von einer Karawane begrüßt.

Wir besuchen den Feuertempel und die Türme des Schweigens der Zarathustriern, Anhänger der Vorläuferreligion des Islam im Iran. In Yazd und Umgebung leben noch einige 1000 Anhänger der Religion.

„Aller guten Dinge sind drei“ sagt man und dann reicht es. So auch bei uns. Beim Auffahren auf die Straße, übersieht Christian einen weißen Pickup und streift das Rücklicht, welches auch prompt abfällt. Nun auch das noch! Sofort kommen mehrere Männer, um den Schaden zu betrachten und diskutieren heftig miteinander. Was wird nun passieren? Ein junger Mann erklärt uns dann, dass sie eine Werkstatt anrufen, um sich nach den Reparaturkosten zu erkundigen. Nach 10 min bangen Wartens werden wir zur Rechnung gebeten. Es ist ein Millionenschaden! 1 Millionen Rial müssen wir zahlen, zum Glück sind das umgerechnet nur 20 Euro und wir kommen noch mal mit den Schrecken davon. Nur an unserem Bus bleibt eine kleine Erinnerung zurück… Hoffentlich war das nun die letzte Bus-Aktion.

Am späten Nachmittag besichtigen wir die wunderschöne Altstadt von Yazd, die noch komplett aus Lehmhäusern besteht, bummeln durch Basare, erholen uns im persischen Garten Bagh-e Dolat, bestaunen die 300 Jahre alten und aus Lehm gebauten Windtürme, die in den Häusern für ein sehr angenehmes kühles Klima sorgen (was für eine geniale, energiesparende Erfindung) und genießen die schöne Wüstenstadt.

  

Wir übernachten erstmals in den Bergen in fast 3.000 Meter Höhe. In der Nacht kühlt hier oben die Luft auf angenehme 20 Grad ab, was für eine Erholung. Eine vorbeikommende Familie fragt auf Farsi und mit Händen und Füßen, woher wir kommen, schenkt uns köstliche Kirschen und lädt uns zu sich ins Haus ein, denn es wird hier nachts sehr kalt 🙂 Wir lehnen dankend ab, teilen Süßigkeiten mit den Kindern und unterhalten uns herzlich mit Händen und Füßen, bis es dunkel wird.

     

PERSEPOLIS

Ein Highlight im Iran ist die altpersische Residenzstadt Persepolis, eine der Hauptstätte des antiken Perserreichs. Sie wurde 520 v. Chr. von Darius dem Ersten im Süden Irans gegründet. Es ist eine sehr eindrucksvolle Stadtruine auf einem Hochplateau. Wir verbringen fast zwei Stunden in den alten Ruinen und stellen uns vor, wie die Menschen hier früher gelebt haben. Wir staunen über die handwerklichen Fertigkeiten und die erstaunliche architektonische Kunst, mit der diese Stadt damals erbaut wurde. Vor allem die grazilen Steinreliefs sind einfach fantastisch.

          

SHIRAZ

Weiter geht es nach Shiraz, die Stadt liegt im zentralen Süden im Iran und gehört mit zu den größten Städten im Iran. Wir bummeln durch den alten, schönen Basar-e Vakil, besichtigen das Pars Museum, spazieren durch die wunderschönen Garten- und Parkanlagen und bestaunen die alte Zand-Zitadelle.

  

Am nahegelegenen Salzsee machen wir Mittag. Wir essen als Selbstversorger oft Fladenbrot mit Schafskäse, Tomaten, Melonen und Gurken oder braten Spiegeleier. Manchmal bereiten wir auch Couscous mit frischem Gemüse zu. Das Essen ist hier nicht ganz so abwechslungsreich wie in den vorherigen Ländern aber es schmeckt. Wir picknicken oft wie die Iraner im Park, wo es auseichend Schatten und auch mal Rasen gibt.

Ursprünglich wollten wir noch bis zum Persischen Golf, der nun nur noch 200 km entfernt ist, fahren. Doch die Iraner rieten uns davon ab, dort ist es sehr heiß und die nächstgelegene Stadt Buschehr wäre wenig interessant. Also fahren wir zurück in den Norden durch die sehr fruchtbare Ebene von Shiraz und entdecken Reisbauern, die gerade die jungen Reispflanzen in die Erde einbringen. Sie winken uns freundlich zu und wir beobachten sie bei ihrer sehr anstrengenden Handarbeit.

Wir meiden die gut ausgebauten Hautstraßen und fahren auf alten, kleinen Nebenstraßen durch eine wunderschöne Berglandschaft. Wir genießen in vollen Zügen das Reisen und den so anmutigen Landstrich, picknicken unter alten Steineichen und entspannen.

Danach müssen wir dennoch ein längeres Stück auf einer sehr eintönigen und lauten Schnellstraße hinter uns bringen. Müde von Hitze und Fahrt suchen wir in Boroujen einen Park für eine kleine Pause, finden ihn auch und sind froh, allein zu sein. Christian fällt auf der Picknickdecke sofort in einen Tiefschlaf. Neben mir wird überraschend ein Teller mit gekühlter, frischer Melone abgestellt, mit den Worten: „Welcome to Iran“. Der junge Mann lächelt freundlich und zeigt auf ein Haus neben dem Park, wo er mit seinen Eltern und dem Bruder wohnt. Nach einer Stunde ruhen, bringen wir den Teller zurück und werden zum Kaffee eingeladen und ins Haus gebeten. Wir zeigen unser kleines Fotoalbum mit Fotos von der Familie, unserem Garten und Haus. Die Jungs übersetzen für ihre Eltern ins Farsi.

Wir erklären unser Problem mit unserer iranischen Sim Karte. Das Nachladen ist uns einfach zu teuer. Mit dem älteren Bruder fahren wir in die Stadt und besorgen eine bessere Sim Karte, was nicht ganz so einfach ist, denn unsere Personalien müssen in den Computer eingegeben werden aber für die Angestellten ist das Lesen der lateinischen Buchstaben nicht so einfach. Wir sind sehr froh und dankbar, nun auch dieses Problem gelöst zu haben. Bis zum Abend sind wir noch bei der Familie zu Gast, zeigen Reisefotos, schauen uns die Werkstatt des Vaters an und bekommen auch noch ein tolles Abschiedsgeschenk. So ein schöner unvorhergesehener Tag. Wieder einmal sind wir von der Herzlichkeit der Iraner sehr beeindruckt.

ESFAHAN

Weiter geht es Richtung Norden. Esfahan ist eine unwahrscheinlich grüne Stadt. Die Straßen sind gesäumt von breiten, mit Bäumen, Sträuchern und Blumen bepflanzten Streifen. Überall herrliche große Parkanlagen, damit haben wir nicht im trockenen, heißen Iran gerechnet. Das breite Flussbett im Süden der Stadt (welches leider nun im Sommer kein Wasser mehr führt) wird von zahlreichen sehr schönen und zum Teil sehr alten Brücken überspannt. Der zentrale Imam-Platz ist imposant, so eine Weite und Größe.

Auf dem Platz laden zahlreiche Pferdekutschen zu einer Fahrt um den Platz ein. Wir suchen ein schattigen Ort und beobachten das Treiben. Später schlendern wir durch mehrere Parkanlagen mit oft alten Palästen und genießen die so bildschöne Stadt.

  

Am Abend besichtigen wir noch die 33 Bogen Brücken und werden von einem eindrucksvollem Gesang angezogen. Mehrer Männer sitzen unter den schattigen Brückenbögen und singen abwechselnd, vermutlich alte Heimatlieder. Immer mehr Familien kommen hinzu und lauschen den Gesängen. Die Männer werden auf uns aufmerksam, begrüßen uns herzlich und fordern uns auf, auch etwas zu Singen, was wir auch gern tun.

Das war ein wunderbarer und so stimmiger Abschluss.

Jeden Abend suchen wir nun einen einsamen Schlafplatz in den Bergen, um der Hitze (und ich dem Kopftuch) zu entkommen. Wir wollen noch einen Tee aufgießen und bemerken, dass die Gasflasche leer ist. Eine neue Herausforderung wartet also schon wieder auf uns… Iran schafft uns diesbezüglich ganz schön, so viele unvorhergesehene Probleme, die erledigt werden wollen…das strapaziert unsere Nerven, vor allem auch wegen der unerträglichen Hitze. Aber Dank der Hilfsbereitschaft der Iraner konnten wir bisher alles meistern.

Die Aktion mit der Gasflasche dauerte dann mit Suche nach einer Gasabfüllstation(die fanden wir in einem Gemüseladen) und dem Abfüllen der Gasflasche (diese Aktion zu beschreiben wäre hier zu explosiv) auch den ganzen Vormittag.

Danach ging es erstmal zum Erholen und Blog schreiben wieder in die Berge. Dort überraschte uns am Abend ein Junge mit frischen Forellen, die er uns schenkte. Christian machte ein Lagerfeuer und spießte die Forellen auf Weidenstöcke. Was für ein köstliches Mahl und eine willkommene Abwechslung auf unserer Speisekarte. Nur der gekühlte Weißwein dazu fehlte… denn Alkohol ist im Iran strengstens verboten.

      

Nun werden wir heute versuchen, unsere Seite in einem Internetkaffee hochzuladen. Danach geht es nach Teheran zur Botschaft von Turkmenistan. In welche Richtung wir dann weiterreisen, erfahren wir morgen und ihr dürft euch auch überraschen lassen.

Turkmenistan-Ja oder Nein? | Mitte Juli

Wir übernachten am Abend, vor dem Gang zur Botschaft von Turkmenistan, wie so oft in einem Park am Stadtrand, der bereits mit vielen Iranern, die hier picknicken, gefüllt ist. Wir sind ganz gespannt auf den nächsten Tag, was wird er uns bringen? Turkmenistan – Ja oder Nein?

Am frühen Morgen gegen 5.30 Uhr klopft es energisch gegen den Bus. Ein Polizist fordert uns auf, sofort die Pässe zu zeigen. Er spricht kein Englisch. Ich erkläre dem jungen Wehrdienstpflichtigen, der ihn begleitet, dass wir auf den Weg nach Teheran sind und wir nun losfahren möchten. Der Polizist lässt nicht mit sich reden, wir sollen zur Überprüfung der Pässe mit zur Polizeiwache kommen. Noch befürchten wir nichts Schlimmes, doch dieser Tag wurde für uns zum Alptraum.

Auf der Polizeiwache spricht niemand Englisch, nur die Wehrdienstpflichtigen, die hier wohl wenig zu sagen haben. Der Vorgesetzte telefoniert ständig, die Pässe werden uns wiedergegeben, dennoch dürfen wir nicht fahren. Der nächste Vorgesetzte kommt, auch er telefoniert ununterbrochen. Wir fragen uns, was ist hier los? Nun stehen wir schon zwei Stunden im Polizeigelände. Heimlich flüstert mir ein Soldat zu, dass in der Nähe ein Militärgebiet ist. Wir wissen, dass es verboten ist, in der Nähe von Militärgebieten zu parken, haben aber weder ein Militärgebiet gesehen, geschweige denn ein Hinweisschild entdeckt. Nach drei Stunden werden wir verhört, es werden Protokolle angelegt, Pässe kopiert, unsere Kameras und Handys gründlich inspiziert, alle Fotos angeschaut. Sie können natürlich nichts finden und wir hoffen nun, fahren zu können. Es ist bereits Mittag und die Botschaft von Turkmenistan schließt 12 Uhr. Doch weit gefehlt, wir sollen zu weiteren Überprüfungen nach Teheran gebracht werden. Ein Beamter wird in unser Auto gesetzt, der Vorgesetzte fährt in seinem Auto voran. In Teheran werden wir von einem Präsidium zum Nächsten gekutscht, dazwischen ewige Telefonate, es scheint hier Keiner eine Entscheidung treffen zu wollen. Nach mehrmaligen Nachfragen beim Beamten in unserem Auto, was hier das Problem ist (schließlich haben sie bereits festgestellt, dass wir nur Touristen sind) sagt dieser Folgendes: „In der Nähe des Parks ist ein Forschungszentrum. Vor 4 Monaten wurden dort (angeblich) 4 Phillipinos festgenommen, die für die Israelis Spionage betrieben haben.“ Nun wussten wir, sie vermuten in uns Spione! Wir wollten die Deutsche Botschaft informieren, denn die Sache wurde uns zu gefährlich, doch es wurde uns verwehrt!

Es würde jetzt den Rahmen sprengen, wenn wir alles im Detail beschreiben, was wir erlebt haben. Zusammenfassend nur dies: wir wurden von unterschiedlichen Beamten in Zivil mehrfach intensiv verhört, detailliert mussten wir unsere Reiseroute durch den Iran beschreiben und beweisen, es wurden handschriftlich! unzählige Protokolle angelegt, ein Beamter spielte vor unseren Augen demonstrativ mit Handschellen, ein Anderer sagte uns, dass wir die Nacht hier verbringen müssen… Am Ende kam nun endlich ein Beamter, der auch Entscheidungsgewalt hatte. Trotz dicker Aktenmappe(in die er kein Blick warf) wurden wir nochmals einzeln über zwei Stunden verhört und alles Bildmaterial gesichtet, natürlich auch Laptop und andere elektronische Geräte, mit dem Ergebnis, dass wir wohl nur Touristen seien. Es gab keinerlei Entschuldigung. Es war nun bereits fast Mitternacht und wir wurden endlich aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Wir fanden ein Hotel in der Nähe aber konnten natürlich lange nicht einschlafen. An diesem Abend beschliessen wir, den Iran so schnell wie möglich zu verlassen.

Turkmenistan „JAAAAAAA“

Wir bekamen am nächsten Tag das Transit-Visa für Turkmenistan und atmen  auf. Mit diesen Visa ersparen wir uns mehrere Tausend Kilometer Rück- und Umweg. Leider dürfen wir erst am 16.7. einreisen, das heißt, wir müssen noch 7 Tage im Iran bleiben, obwohl wir nach dem schlimmen Erlebnis mit der Polizei am liebsten das Land sofort verlassen hätten.

Alborz- Gebirgskette und Kaspisches Meer

Von Teheran aus fahren wir nun Richtung Norden zum Kaspischen Meer.

Die fast 6000m hohe Alborz- Gebirgskette trennt die gesamte Küstenregion vom iranischen Hochland. Das Gebirge bildet eine Klimascheide zwischen der subtropischen Luft im Norden und der trockenheißen Luft im Süden.

Wir bezwingen den Pass in 2500m Höhe und plötzlich wird alles GRÜN.

Der an manchen Stellen nur wenige Kilometer breite Küstenstreifen ist auf Grund seiner Fruchtbarkeit sehr dicht besiedelt. Wir entdecken Orangen- und Zitrusplantagen. Überall sehen wir Felder auf denen Reis, Getreide, Tee, Melonen und Gemüse angebaut werden. Obst und Gemüse werden am Straßenrand vielfältig angeboten. In der gesamten Küstenregion ist es schwülheiß, unsere Sachen kleben förmlich am Körper und der Schweiß rinnt in Strömen.

   

Lange suchen wir nach einem Fleckchen am Kaspischen Meer. Kilometerweit fahren wir an Industrieanlagen entlang, die direkt am Meer stehen . Es folgen Ferienanlagen und private Strände, für die man bezahlen muss. Endlich, nur wenige hundert Meter breit, ein kleines Plätzchen am Kaspischen Meer und wir relaxen unter Pinienbäumen. Plötzlich stehen Soldaten neben uns (was für ein Schreck) und fordern uns und andere iranische Familien auf, den Platz zu räumen. Wir sind noch nicht ganz am Auto, da fallen schon die ersten Schüsse. Wir sehen mehrere Soldaten, die wohl gerade eine Übung absolvieren.

Wir fahren weiter gen Osten, 500 km bis zum vorgeschriebenen Grenzübergang nach Turkmenistan liegen noch vor uns. Am Straßenrand werden Fisch und schöne bunte Kleider angeboten. Das Land wird wieder bergiger aber es bleibt grün und die schwülheiße Luft nimmt ab, dennoch bleibt es heiß. Wir übernachten in der Nähe unserer Route im Wald. Eine kleine Familie bringt uns sofort Holz, damit wir  uns ein Feuer machen können und wir sind wieder einmal überrascht von der Herzlichkeit der Iraner, die zum krassen Gegenteil der Willkür der  Polizei steht. Gemeinsam verbringen wir den Abend bei Tee und Brot, zeigen Fotos von unseren Familien.

Wir wollen die letzten Tage im Iran in Ruhe in den Bergen verbringen. Der Schock von 16 Stunden in Polizeigewahrsam sitzt tief, nach wie vor haben wir Angst vor der Polizei und wollen uns in den Bergen bei Gorgan zurückziehen oder man kann auch sagen verstecken.

 

Nach einer steilen Anfahrt in die Berge, blinkt die Kühlwasseranzeige. Wir gönnen dem Bus eine Pause und „unterhalten“ uns (mit Händen und Füßen, Mimik und Gestik) mit einem Imker, der am Gipfel mehr als Hundert Bienenkästen bewirtschaftet.

Wie wir schon oft berichtet haben, lieben es die Iraner Picknick zu machen, so auch hier in den Bergen, wo viele Iraner zelten und ihre Ferien verbringen. Der Imker beklagt, dass die Iraner ihren Müll nicht mitnehmen sondern einfach überall liegen lassen. Auch uns stört diese Unsitte unwahrscheinlich, dieses Müllproblem beobachten wir nun schon seit der Türkei. Obwohl ausreichend Müllcontainer vorhanden sind, wird der Müll völlig selbstverständlich in die Natur geworfen.

Wir wollen gerade starten, da hält eine Familie zum Picknick. Wie selbstverständlich lädt sie uns zum Essen ein, der Teller für und ist schon reichlich gefüllt mit Reis und Lamm, wir können nicht mehr ablehnen. Wir zeigen unser kleines Familienalbum und die Iraner stellen ganz wissbegierig Fragen? Keiner spricht Englisch, dennoch haben wir nach unseren Gesprächen immer das Gefühl, uns gut ausgetauscht zu Haben.

Wir finden einen schönen Platz mitten in den Bergen. Christian repariert den Schlauch zum Kühler, der etwas Flüssigkeit verliert. Gegen Mittag wollen wir uns noch einen schattigeren Platz suchen. Kaum sind wir auf der Straße und einige Kilometer bergan gefahren, leuchtet die Kühleranzeige erneut auf. Diesmal spritzt schon eine kleine Fontaine aus dem wohl porösen Schlauch und wir müssen Wasser auffüllen. Wir stehen keine zwei Minuten, da hält ein Auto. Ohne große Worte schaut sich der Mann das Problem an, holt noch mehr Wasser aus seinem Wagen. Mit den Worten: „ No Problem!“ folgen wir ihm nun zu seinem 60km! entfernten Wohnort, von dem er gerade gekommen ist. Das Auto wird vorm Haus geparkt und wir sind erst einmal zum Mittagessen eingeladen. Die Familie freut sich riesig über den Besuch, Fatemeh die 15jährige älteste Tochter spricht sehr gut Englisch und dolmetscht.

Nach und nach erscheinen immer mehr Familienmitglieder, die Eltern vom Vater, der Bruder, die Schwestern.

Die Familie beschließt, dass wir den Tag gemeinsam in den nahegelegenen Naturschutzpark Clouds Forest verbringen, unsere Autoreperatur kann warten, denn hier im Iran ist der Freitag Wochenende. Gemeinsam fahren wir in seinem Jeep(wir sitzen zu Neunt! im 5-Sitzer) in die Berge natürlich Offroad.

 

Der Naturpark ist ein beliebtes Picknick- und Urlaubsziel. Viele Iraner sind schon hier, grillen, zelten, wandern.

Wir verbringen einen wunderbaren langen Nachmittag und Abend mit der ganzen Familie, tauschen uns über die Sitten und Bräuche aber auch über politische Themen aus.

  

Am nächsten Morgen werden wir fröhlich von der ganzen Familie verabschiedet. Wir können es nicht genug betonen, noch nie haben wir in einem anderen Land so eine Gastfreundschaft und Herzlichkeit erlebt.

Der letzte Tag im Iran

Unser letztes Ziel im Iran ist Quchan, 50km vor der Grenze. Hier wollen wir in einem Internet-Cafe etwas über die Grenzgänge nach Turkmenistan und Usbekistan recherchieren. Auf den Weg dahin entdecken wir noch eine wunderschöne, gut restaurierte Karawanserei und besichtigen Diese.

  

Weitere 100km fahren wir durch eine schöne Steppe, hier leben noch Geparden, leider laufen uns aber nur Kamele über den Weg.

 

Kaum auf der Straße werden wir zur Passkontrolle von der Polizei angehalten. Er kann die Namen nicht lesen und gibt uns die Pässe zurück. Nach einem Kilometer überholt er uns, winkt uns wieder raus und will nun unsere Daten aufnehmen. Irgendwie fühlen wir uns verfolgt, unsere Gefühle zerreiben sich an der Gegensätzlichkeit des Überwachungsstaates und der Offenherzigkeit der Iraner. Wir erklären, dass wir auf dem Weg zur Grenze sind, zeigen ihm das Turkmenistanvisa. Endlich lässt er uns weiterfahren.

In einem kleinen Kaffee fragen wir nach WIFI und haben Glück. Im Kaffee sind einige junge Leute und fragen interessiert, woher wir kommen und werden gleich zu Onkel und Tante ( die gut englisch spricht) eingeladen. Wir haben Bedenken wegen der Polizei( der Kontakt zu Iranern ist nicht erwünscht, wurde uns im Verhör gesagt), doch sie lehnen ab, da gibt es keine Probleme.

Wieder werden wir herzlich empfangen. Wir essen gemeinsam.

 

Onkel und Tante sind beide Lehrer an der Highschool. Der Onkel ist Poet und Musiker. Er zeigt uns seine veröffentlichten Gedichte und musiziert für uns.

 

Danach spielen wir Schach und Capuccina, dass geht auch ohne Worte.

Der ältere Sohn möchte gern, dass ich mit in sein Englisch-Institut komme. Er möchte mich seiner Lehrerin vorstellen. Die Lehrerin freut sich riesig. Sie haben kaum Touristen in der Stadt und die Schüler durften nun mal praktisch ihre Englischkentnisse anwenden. Es war eine lustige halbe Stunde, dann knipsten die Handys. Selfis mit einem Europäer stehen im Iran hoch im Kurs.

 

Nun sollten wir bei der Familie übernachten und gemeinsam mit den fußballbegeisterten Jungs das Finale der Fußballweltmeisterschaft anschauen.

Doch plötzlich steht die Polizei vor der Tür, wir sollen die Pässe zeigen. Der Familie wird erklärt, dass Touristen nicht in das Haus eingeladen werden dürfen. Die Familie ist sichtlich schockiert, sie entschuldigen sich bei uns, der Mann sucht nun mit uns ein Hotel.

Auf der Fahrt zum Hotel werden wir beschattet. Erst als wir unser Auto im Hotelkomplex geparkt haben, verschwinden die beiden Herren, die sich links und rechts vom Hotel positioniert haben.

Das Hotelzimmer ist laut, direkt neben der Hauptstraße. Es gibt keine Klimaanlage, es ist unwahrscheinlich heiß. Wir löschen sämtliche Fotos mit iranischen Freunden, Handynummern usw.

Aus Sicherheitsgründen informieren wir unsere Familie, denn wir haben große Bedenken, nun ohne Probleme den Iran verlassen zu können. Es folgt eine lange schlaflose Nacht.

Am nächsten Morgen fahren wir mit mulmigen Gefühlen zur Grenze. Wir werden von sehr freundlichen Beamten begrüßt und ohne Probleme sind wir in nur 20min! aus dem Iran ausgereist. Es werden weder Bus noch Kameras und Handys (was eigentlich im Iran Pflichtprogramm ist und vielen Selbstfahrern als unangenehm und zeitraubend beschrieben wird) kontrolliert.

Es war ein Wunder.