Wir tauschten an der Grenze unsere rumänischen Leu in bulgarische Lew und machten umgerechnet einen kleinen Gewinn von 3 €. 🙂

Wir schauten uns an der Schwarzmeerküste das sagenumwobene Kap Kaliakra an und bestaunten die teilweise 70 m hohen roten Felsen. Angeblich sollen hier auch Delphine und Robben zu beobachten sein, gesehen haben wir keine, „wahrscheinlich weil wir in der Vorseason hier waren.“

Nicht gefallen hat uns, dass die Küstenlinie mit Windkrafträdern zugebaut ist. Der ursprüngliche und natürliche Panoramablick ist verloren gegangen. Am Abend haben wir wieder einen traumhaften Stellplatz an der Steilküste gefunden.

 

Viele in unserem Alter haben sicher Nessebar noch sehr gut in Erinnerung, ein Ziel vieler jugendlicher Tramper zur DDR-Zeiten. Auch wir waren vor mehreren Jahrzehnten dort und wollten unsere Erinnerungen unbedingt auffrischen. Das neue Nessebar besteht wie der gesamte Goldstrand aus riesigen, edelfeinen Beton-Hotelburgen. Auch das alte Nessebar am Hafen hat sich verändert, kein Fischer- sondern ein Touristenviertel. Trotzdem haben wir es genossen hier zu bummeln und schon mal richtig Sonne zu tanken. Zum Glück hielt sich in der Vorseason der Besucherstrom in Grenzen.

Ursprünglich sollte unser Weg immer an der Schwarzmeerküste entlang in die Türkei führen. Doch Annes Sehnsucht nach ihren zur Zeit blühenden Rosengarten ließ uns einen Abstecher nach Zentralbulgarien in das weltberühmte Rosental der Damaszener-Rosen unternehmen. Hier wird eine rosa Rose von Mai bis Juli geerntet und das teuerste Rosenöl hergestellt. Bulgarien produziert 70 Prozent weltweit hergestellten Rosenöls, unter anderem für das Parfüm Chanel N°5.

Der intensive Duft der Rosen und die vielen blühenden Rosenfelder machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis. Die Blüten werden in den Morgenstunden von Hand gepflügt, eine sehr anstrengende Arbeit.

  

Im Rosental haben wir an einem schönen Stausee übernachtet. Wir hatten wieder das Glück einen Übernachtungsplatz für uns allein zu finden.

Das tatsächliche Bulgarien haben wir im Hinterland kennen gelernt, es ist in keiner weise mit der wohlhabenden Küsterregion zu vergleichen. Die Häuser sind häufig sehr schlicht und reparaturbedürftig. Zu jedem Haus gehört ein Stück Land, auf dem Gemüse und vorrangig Mais für das Vieh angebaut wird. Die meisten Dorfbewohner haben Rinder, Ziegen, Hühner und Gänse. Ein schönes Bild waren die vielen Hirten, die ihre Schafherden über die Weiden führten. Auch Pferdewagen und Eselgespanne sind immer wieder auf den Straßen zu sehen.

Auf eine der vielen Obstplantagen genossen wir ein köstliches Süßkirschenfrühstück.

 

Leider haben wir auf Nachfrage bei unserer Visa-Argentur erfahren, dass unsere Visa für Turkmenistan noch nicht bestätigt sind. Wir müssen bis Anfang Juni warten, denn diese Transitvisa sind für unsere weitere Routenplanung nach Osten entscheidend. Deshalb planen wir nun einen längeren Aufenthalt in der Türkei. Wir wollen uns Zentral- und Südost-Anatolien ansehen und einen kleinen Teil der Schwarzmeerküste um Trabzon bereisen.

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Bulgarien

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Bulgarien 42.821595, 27.880554

Wir melden uns in Wort und Bild dann aus der Türkei wieder.