Wie heißt es eigentlich, wenn man zu einer Weltreise zum zweiten Male startet? Ist der erste Start ein Fehlstart? Sportlich betrachtet gewiss. Und genau das ist uns passiert. Eigentlich stellt man sich ja den Start zu einer Fernreise total entspannt vor, am Abend vor dem Bus sitzend mit Abendsonne im Gesicht und ein kühles Bier in der Hand. Hätte ja sein können, nur nicht bei uns. Denn wir sind zwar wie geplant am 29. April 2018 am späten Nachmittag nach einem herzlichen Abschied von der Familie gestartet aber anstatt bei schöner Abendsonne den Sonnenuntergang zu genießen, musste der Keilriemen an der Lichtmaschine ersetzt werden. Der ehemals vorhandene hatte Heimweh und verabschiedete sich bereits hinter Dresden und somit kam bei Görlitz zum ersten Mal Christians Werkzeugkoffer zum Einsatz. Doch damit war es leider mit dem Fehlstart noch nicht vorbei, denn der Bus rauchte bedenklich, so dass wir am nächsten Morgen in einem Görlitzer VW-Autohaus die ernüchternde Diagnose erheilten, das der Motor zwar von außen tadellos sei aber die Rauchfahne sehr bedenklich ist und wir wieder in die heimatliche Autowerkstatt zurückkehren sollten. Der Motor hat was mit den Kolben und muss dringest repariert werden.

Ziemliche Enttäuschung bei uns beiden… der Start zur Weltreise ist so richtig daneben gegangen. Also kehrten wir wieder um und der Bus kam in unsere Werkstatt. Zylinderkopf und Dieselpumpe mussten repariert und neu eingestellt werden. Wir haben derweil eine ganze Woche festgehangen, abgehangen, gewartet und mussten uns in unendlicher Geduld üben.
Und nun sind wir wieder unterwegs, mit einem Neustart… das soll es sein, ein Neustart zu unserer Weltreise. Wir wollen es hinter uns lassen, die ermüdenden Tage des Wartens, jetzt geht es endlich RICHTIG los.


Und nun heißt es zum zweiten Male Abschied zu nehmen von Haus und Garten.